FAQ - Häufige Fragen zur DIN EN 15224
Tipps für einen leichten Umstieg
An dieser Stelle sammeln wir häufige Fragen und Antworten zur neuen DIN EN 15224. Fehlt etwas? Gern nehmen wir auch Ihre Tipps und Hinweise auf. Rufen Sie uns einfach an oder schicken Sie uns eine E-Mail. Vielen Dank!
- Krankenhäuser
- Arzt- und Zahnarztpraxen
- ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen
- Einrichtungen der Gesundheitsvorsorge (z. B. Bewegungs- und Fitnesseinrichtungen)
- Einrichtungen der Physiotherapie
- Einrichtungen der sozialen Betreuung
- angemessene, richtige Versorgung
- Verfügbarkeit
- Kontinuität der Versorgung
- Wirksamkeit
- Effizienz
- Gleichheit
- evidenzbasierte/wissensbasierte Versorgung
- auf den Patienten, einschließlich der körperlichen und psychologischen Unversehrtheit ausgerichtete Versorgung
- Einbeziehung des Patienten
- Patientensicherheit
- Rechtzeitigkeit/Zugänglichkeit
Wann erscheint die DIN EN 15224 offiziell?
Die Veröffentlichung der Norm ist für Mitte 2012 vorgesehen. Derzeit existiert bereits ein Normentwurf.
Für wen eignet sich die DIN EN 15224?
Die DIN EN 15224 ist für alle Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens konzipiert, d.h.
Kann man sich nach der neuen Norm zertifizieren lassen?
Ja. Die DIN EN 15224 gilt als eigenständige Norm, nach der auch eine Zertifizierung möglich sein wird. Voraussichtlich wird das Zertifizierungsverfahren von den akkreditierten Zertifizierungsstellen ab Sommer 2012 angeboten.
Wie lauten die 11 Qualitätsmerkmale der DIN EN 15224?
Die DIN ISO 15224 legt folgende elf Qualitätsmerkmale fest:
Gibt es im Vergleich zur DIN ISO 9001 neue Anforderungen?
Neben der Definition von Qualitätsmerkmalen liegt eine wesentliche Erweiterung gegenüber der DIN ISO 9001 in der Betonung des Risikomanagements. Die Norm verlangt, klinische Risiken zu analysieren und die Verfahren dazu im QM-Handbuch zu beschreiben. Risikobewertungen, Informationen über Vorfälle, unerwünschte Zwischenfälle und Beinahe-Unfälle müssen zusammen mit den Präventionsmaßnahmen in die Managementbewertung aufgenommen werden.
Was muss beim Wechsel des Zertifizierungsverfahrens beachtet werden?
Wichtig ist, das Rad nicht neu zu erfinden und die bisher genutzten QM-Werkzeuge systematisch zu übernehmen bzw. zu überführen. Ein Wechsel von der DIN ISO 9001 wird hauptsächlich darin bestehen, zu verschiedenen Aspekten Konkretisierungen vornehmen zu müssen, beispielsweise Zieldefinitionen entsprechend der elf Qualitätskriterien oder verstärkte Anstrengungen im Risikomanagement. Unsere „QM-Visite“ unterstützt Sie dabei.
Beim Wechsel von KTQ bzw. pCC zur DIN EN 15224 verhält es sich sehr ähnlich wie in unseren „Fachinformationen zum Wechsel von KTQ zu DIN ISO“ dargestellt, da die DIN EN 15224 weitgehend der DIN ISO 9001 entspricht.
Worin liegt der Unterschied zwischen der DIN ISO 9001 und der DIN EN 15224?
Die DIN EN 15224 ist – vereinfacht formuliert – eine Übersetzung der DIN ISO 9001 speziell für Einrichtungen des Gesundheitswesens. Darin finden sich für Praktiker verständliche Begriffe und Anforderungen. Die DIN ISO 9001 ist abstrakt gehalten und ist für alle Dienstleistungsbranchen anwendbar. Die DIN EN 15224 gilt spezifisch für Gesundheitsdienstleistungen und konkretisiert für diese Branche die Anforderungen. Indem die Anforderungen konkreter sind, ist sie gefühlt „strenger“ als die DIN ISO 9001.