Der neue KTQ-Katalog hat's in sich
Rezertifizierung effizient vorbereiten

- JOMEC ist lizenzierter KTQ-Trainingspartner
In vielen Krankenhäusern steht die Rezertifizierung an, meist nach dem KTQ-Verfahren. Die Visitoren prüfen, ob das Zertifikat noch zu Recht geführt wird.
Das Halten des Status quo genügt dabei jedoch nicht, da gelebtes Qualitätsmanagement einen stetigen Verbesserungsprozess beinhaltet. Zur Rezertifizierung ist die Schonzeit seitens der Visitoren vorbei.
Den höheren Erwartungen sollte mit einer frühzeitigen und systematischen Vorbereitung begegnet werden, um den zusätzlich zum Alltagsgeschäft erforderlichen Aufwand und entsprechende Kosten so gering wie möglich zu halten.
Von vornherein müssen folgende wesentlichen Punkte in der Planung berücksichtigt werden:
- Der neue KTQ-Katalog ist umfangreicher. In der 5er-Version ist für alle Kriterien der vollständige PDCA-Zyklus („Plan-Do-Check-Act“) zu beschreiben.
- Die bloße „Wiedervorlage“ und Ergänzung des ersten Selbstbewertungsberichts genügt nicht. Die Qualitätsansprüche der Visitoren steigen im Vergleich zur Erstvisitation. Schwachpunkte der Erstvisitation sollten behoben sein oder spätestens jetzt behoben werden.
- In der Regel sind seit der Erstzertifizierung neue Mitarbeiter hinzugekommen, die in QM-Arbeitsgruppen eingebunden werden sollen. Im Hinblick auf die Rezertifizierung lohnt sich oft eine Schulung, um das praktische Know-how und die Grundlagen aufzufrischen oder neu zu erlernen.
Strengerer Bewertungsmaßstab

- Beispiel: Selbst- und Fremdbewertung sowie Fremdbewertung umgerechnet zu Katalog 5.0
Achtung Katalogfalle:
Der derzeit gültige Katalog 5.0 verlangt für alle Kategorien mindestens 55% der erreichbaren Punkte und birgt höhere Anforderungen. Bislang genügten durchschnittlich 55%. Unser Beispielhaus wurde in der Erstzertifizierung (grün) bereits schlechter bewertet als selbst eingeschätzt (blau). Nach den Ansprüchen des Katalogs 5.0 würde die Klinik noch schlechter abschneiden (rot) und ohnehin durchfallen, weil lediglich in den Kategorien 3 und 6 knapp der Zielwert erreicht wird. Größter Handlungsbedarf besteht bei den Themen Mitarbeiterorientierung und Qualitätsmanagement.
Musterablauf der Vorbereitung
Um das Verfahren dennoch zügig und effizient zu absolvieren, sind eine straffe Projektführung und klare Prioritäten nötig, in welchen Bereichen Qualitätsverbesserungen zwingend nötig oder lediglich optional sind.
Im Grundsatz gilt: Nicht alles, was machbar ist, ist auch sinnvoll. Und nicht alles, was sinnvoll ist, ist auch relevant für die Visitation.
Wir empfehlen folgenden Ablauf:
- Analyse der Punktbewertung der Erstvisitation und Umrechnung nach den neuen Katalogvorgaben (siehe Grafik),
- Analyse des Visitationsberichtes nach Stärken und Schwächen,
- Beschreibung der prioritären Handlungsfelder im Hinblick auf das Verhältnis von Aufwand zu Nutzen,
- Präsentation der Ergebnisse vor den beteiligten Mitarbeitern,
- Ggf. Schulung der QM-Mitarbeiter zu Grundlagen und Praxis des KTQ-Zertifizierungsverfahrens,
- Arbeitsgruppen definieren und Projektfahrplan erstellen.
JOMEC unterstützt Sie z. B. in Form einer speziellen Schulung zur Rezertifizierung. Zuvor erarbeiten wir einen Leitfaden auf Grundlage der Ergebnisse der Erstvisitation. Damit geben wir Ihnen einen praktischen Fahrplan mit Lösungswegen für erkannte Schwachstellen an die Hand. Auf Wunsch runden Übungen der „Kollegialen Dialoge“ die Vorbereitungen ab. Wir sind lizenzierter KTQ-Trainingspartner. Für Fragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.