
Studie: Kommunikation zwischen Krankenhausärzten und Niedergelassenen
In der Kommunikation zwischen Niedergelassenen und Krankenhausärzten gehen wichtige und notwendige patientenbezogene Informationen verloren.
Das ist ineffizient und gefährlich für die Patienten.
JOMEC begleitete eine bundesweit bislang wohl einmalige Studie zur Kommunikation von Krankenhausärzten mit niedergelassenen Ärzten. Die Ergebnisse liegen jetzt vor und offenbaren einerseits erschreckende Fakten, andererseits große Potenziale und Chancen, die Kooperation und Kommunikation mit niedergelassenen Ärzten zu verbessern – und das kostenneutral und ohne großen Aufwand!
Wichtigste Ergebnisse:
- 46 Prozent der Ärzte befürchten, dass trotz Dokumentation und Arztbriefen „wichtige Informationen“ über Patienten nicht beim niedergelassenen Kollegen bzw. im Krankenhaus ankommen.
- Über Diagnosemöglichkeiten oder sonstige Neuerungen hielten sich 76 Prozent für überhaupt nicht, kaum oder gerade mal mittelmäßig informiert.
Schwerwiegende Defizite sind sowohl hinsichtlich patientenbezogener als auch krankenhausbezogener Informationen erkennbar.
Aus Sicht der Ärzte gehen nicht nur „wichtige Informationen“ über ihre Patienten beim alltäglichen Informationsaustausch verloren. Auch wenn nach den „notwendigen Informationen“ in den Überweisungsschreiben bzw. Arztbriefen gefragt wird, treten deutliche Defizite auf. Hier beklagen sich allerdings die Krankenhausärzte signifikant stärker als die niedergelassenen Ärzte darüber, dass nicht alle notwendigen Informationen übermittelt werden.
- Der Aussage, die Arztbriefe bzw. Überweisungsschreiben enthielten „alle notwendigen Informationen“ konnten nur 17% der Krankenhausärzte „eher zustimmen“, 39% lehnten sie ab, 44% sind unentschieden.
Die Qualität der Informationen, die die Krankenhausärzte an den Niedergelassenen übermitteln, ist anscheinend deutlich besser: Der gleichen Aussage stimmten 46% der Niedergelassenen „eher“ und 35% „völlig“ zu.
Dass der überwiegenden Mehrheit der Niedergelassenen Informationen des Krankenhauses über seine Leistungen und Neuerungen sehr wichtig ist (97% halten sie für äußerst oder ziemlich wichtig), ist wohl hinlänglich bekannt. Doch nicht alle Infos sind gefragt! Die Studie belegte, dass die Niedergelassenen vornehmlich das wissen wollen, was sie persönlich, ihre Arbeit im Alltag und am gemeinsamen Patienten betrifft.
Die vorhandenen Kommunikationsinstrumente für krankenhausbezogene Informationen funktionieren jedoch nicht gut:
- Auf die Frage, wie umfassend sich die niedergelassenen Ärzte über Neuerungen im Krankenhaus informiert fühlen, antworteten jedoch 41% mit „kaum“ oder „überhaupt nicht“. 24% fühlten sich gerade mal „ziemlich umfassend“ informiert, „mittelmäßig“ meinten 35%.
Doch wie lassen sich nun die Informations- und Kommunikationslücken schließen? Die Lösung ist letztlich so einfach, kostengünstig und naheliegend, dass sie gerne übersehen wird: Das Telefon!
- 98% aller Ärzte ist ein Telefongespräch lieber als eine E-Mail oder ein Brief, sofern eine Dokumentation nicht zwingend ist.
Und noch eine Überraschung tut sich auf für alle, die bei der Forderung nach mehr Kontakt mit den Kollegen auf den Zeitmangel im Arbeitsalltag hinweisen:
- 79% aller Ärzte stimmten der Aussage, für ein kurzes Telefongespräch mit Kollegen habe man immer Zeit, völlig oder eher zu.
Das Telefon sollte also als eines der wichtigsten Instrumente eines optimalen und vor allem strategisch geplanten Einweisermarketings sein.
Die komplette Studie (260 Seiten) ist über uns bestellbar.
Wir unterstützen Sie gerne bei Konzeption und Umsetzung Ihrer Unternehmenskommunikation und Ihres Marketings. Wir führen auch Ihre individuelle Einweiser-Befragung durch.


