Kosten runter!

Was Sparen beim Medizinbedarf ausmacht

 

Wer den Gewinn seiner Klinik steigern will, fährt im Idealfall bei gleichem Personaleinsatz die Leistung hoch. Doch vielerorts sind die Effizienzreserven ausgeschöpft und  die Grenze der Belastbarkeit des Personals erreicht. Obendrein bremsen system- und wettbewerbsbedingte Faktoren eine Leistungsausweitung. In diesen Fällen rücken andere Möglichkeiten zur Gewinnsteigerung in den Vordergrund.
Eine der guten Sparoptionen ist der medizinische Bedarf, denn selbst geringe Einsparungen bewirken eine genauso große Gewinnsteigerung wie (teils unerreichbar) hohe Umsatzsteigerungen.

Die Grafik zeigt drei Modellkliniken mit unterschiedlicher Umsatzrendite. Gerechnet haben wir jeweils mit angenommenen 1, 2 und 3 Prozent Einsparung beim medizinischen Bedarf mit einem Kostenanteil von 15,8 Prozent. Potenzielle Effizienzsteigerungen im Zuge einer Umsatzsteigerung blieben außen vor; Grundlage sind daher parallel wachsende Kosten.


Ergebnis:
Eine Klinik mit 1 Prozent Umsatzrendite müsste ihren Umsatz um 47 Prozent steigern, um dasselbe Gewinnplus zu erzielen, das sie mit Einsparungen bei der Beschaffung um 3 Prozent erreichen würde. Eine Klinik mit 5 Prozent Umsatzrendite hat bereits eine bessere Kostenquote, so dass in dieser 3 Prozent Kostensenkung nur 9 Prozent Um­satzsteigerung gegenüberstehen.
Sparen im Einkauf zahlt sich also aus!

 Drei Aspekte sollten geprüft werden:

  • Im ersten Schritt sollte der hausindividuelle Anteil der Materialkosten an den Gesamtkosten einem Benchmark mit einer geeigneten Vergleichsgruppe unterzogen werden (vgl. Grafik oben, weitere Daten auf Anfrage). Damit lässt sich das Sparpotenzial bereits grob einschätzen.
  • Welche Strukturen haben sich im Einkauf über die Zeit festgesetzt? Wie sieht die Lieferanten- und Warengruppenstruktur aus? Welches Volumen wird tatsächlich aktiv gemanagt und welches Einkaufsvolumen läuft in Wirklichkeit am Einkauf vorbei?
  • Wie ist der Einkauf organisiert? Erfolgt eine kontinuierliche strategische Planung und Konzeption? Ist das nötige Know-how vorhanden? Agiert der Einkauf oder reagiert er nur auf Vorgaben der Abteilungen und Angebote der Lieferanten?

Fünf Optimierungsmöglichkeiten:

  1. Volumenbündelung durch Lieferanten- und Produktmanagement.
  2. Einkaufsgemeinschaft: Ein-/Ausstieg? Wechsel? Vertragsoptimierung?
  3. Vertragskonditionen der Lieferanten prüfen und vereinheitlichen, ggf. Anpassung und Neuverhandlung.
  4. EDV und interne Prozesse des Bestellwesens prüfen, ggf. optimieren.
  5. Verbrauchsmanagement.


Diese fünf Themen sind Großbaustellen und benötigen viel Überzeugungsarbeit für neue Vorgehensweisen und neue Produkte. Unser „Kurz-Check Beschaffung“ deckt Optimierungsmöglichkeiten in Ihrem Haus auf, die wir gemeinsam mit Ihnen umsetzen.
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