Was bedeutet Coaching?
„Wer an der Spitze steht ist häufig einsam.“
Diese Erfahrung machen viele Vorstände und Geschäftsführer. Die „Einsamkeit“ resultiert nicht aus einem Kontaktmangel, sondern ist Ergebnis der Führungsrolle. Im Zuge notwendiger Entscheidungen will jeder mitreden und sucht seinen Vorteil. Die Konsequenzen von Entscheidungen trägt der Letztverantwortliche.
Führungs–Coaching bewegt sich also im Spannungsfeld notwendiger Entscheidungen, persönlicher Verantwortung und der aktuellen Lebenssituation.
Für den einzelnen Manager und seine Situation können sich folgende Themen als sinnvoll erweisen:
- Unterstützung bei Führungsaufgaben, Rollenklärung
- Unterstützung bei betrieblichen Veränderungen (Fusion, Neustrukturierungen)
- Verbesserung der sozialen und Management-Kompetenzen
- Abbau von Leistungs-, Kreativitäts- und Motivationsblockaden
- Wunsch nach „echtem“ Feedback und einem offenen Gesprächspartner
- Prävention und Abbau von Burn-Out / Work-Life-Balance
Coaching, was ist das eigentlich?
Der Begriff Coaching erlebt eine ähnliche Inflation wie der Begriff Projektmanagement. Von Coaching wird häufig auch dann gesprochen, wenn es korrekt wäre, von Training oder von Beratung (Consulting) zu sprechen.
Beratung ist nicht Coaching. Die Vermischung von Begriffen und Methoden führt zu mangelhaften Ergebnissen, erzeugen bei Auftraggeber und Klient unklare, ungute Gefühle und setzen die Bereitschaft herab, bei künftigen Problemsituationen wieder einen Coach heranzuziehen.
Consulting oder Coaching?
Der Berater und Trainer stellt dem Kunden ein oder mehrere Methoden, Werkzeuge oder Instrumente vor - als Lösung für ein spezifiziertes Problem. Er hilft dem Kunden, die optimale Lösung auszuwählen und umzusetzen.
Der Coach hingegen ermöglicht dem Klienten, die Lösungen für Konflikte oder Krisen in sich selbst zu finden, seine Ressourcen wahrzunehmen und zu entwickeln.
Im Gegensatz zum Berater wird der Coach nicht wie ein Berater „sagen“, sondern stets „fragen“ und überlässt somit dem Klienten die Prozess- und Ergebnisverantwortung.
Coaching als Chance
Der Begriff Coaching wird richtig verwendet für einen entwicklungsorientierten Führungsstil und die individuelle Beratung von Führungskräften, Projektverantwortlichen und (Projekt-)Teams.
Je nach Unternehmenskultur bedeutet gecoacht zu werden, Imagegewinn oder das Eingeständnis eigener Unfähigkeit. Ist Letzteres der Fall, wird auch bei deutlich wahrgenommenen Problemen Coaching selten erwünscht sein.
Coaching ist eine Mischung aus individueller Beratung, persönlichem Feedback und praxisorientierter Begleitung.
Unterstützungsbereiche
- persönliche Standortbestimmung
- Entwicklung von Visionen und Zielen
- Entwicklung geeigneter Problemlösungs- und Umsetzungsstrategien
- Analyse des eigenen Verhaltens
- Erweiterung des eigenen Betrachtungs- und Handlungsspielraums
- Klärung von Rollen und Regeln, insbesondere auch in Entscheidungs-Situationen
- Bewältigung von beruflichen Veränderungen
Deshalb: Coaching muss erwünscht sein.
Coaching-Varianten
| Führungs-Coaching | Projekt- / Team-Coaching | |
| Externer Coach | Coaching für Führungskräfte | Begleitende Maßnahem bei Teamentwicklungsprozessen |
| Interner Coach | Interne Personalentwicklung der mittleren und unteren Führungsebene | bei vielen Gruppen oder in Zusammenarbeit mit externen Coaches |
| Linien Coach | Entwicklungsorientierte interne Führungsaufgabe | Nicht Aufgabe einer Führungskraft |
Projekt- bzw. Team-Coaching
„Immer mehr in immer kürzerer Zeit leisten.“
Große Ziele erfordern eine enge und vertrauensvolle Teamarbeit. Teams arbeiten häufig in klaren Projektstrukturen und mit straffen Zielvorgaben.
Kracht es im Team, werden Termine und Budget nicht eingehalten, ist immer häufiger der Ruf nach einem Coach zu hören.
Coaching für Projektleiter und Projektteams wird als Allheilmittel gesehen für fehlende soziale und Projektmanagement-Kompetenz. Kann dies der Coach überhaupt leisten?
Ist-Situation, Weg und Ziel müssen wie bei jedem Projekt so auch im Coaching eindeutig definiert werden. Und wie im Projekt kann eine Detaillierung möglicherweise erst im Coachingverlauf geschehen. Im Auftrag werden die Rahmenbedingungen fürs Coaching festgelegt, die Phasen abgesteckt und mit Meilensteinen Transparenz und Struktur geschaffen.
Der passende Coach hat neben einer Coachingqualifikation umfassende Managementerfahrung, möglichst Branchen-kenntnisse, und wird von Auftraggeber und Klient akzeptiert.
Nutzen des Coachings
Coaching muss der Person und der Institution einen messbaren Gewinn bringen, sonst ist es sinn- und nutzlos. Ziel ist die Optimierung der Wertschöpfung der Institution durch die Sicherung und Entwicklung der Fähigkeiten und Kompetenzen des Mitarbeiters.
Es wird ein „Win-Win-Ergebnis“ angestrebt.
Gerne stellen wir Ihnen unsere Erfahrungen und Möglichkeiten in einem ersten Gespräch vor und diskutieren mit Ihnen unverbindlich sinnvolle und realistische Wege für Ihr Unternehmen.
Übrigens: Unser Geschäftsführer Dr. Hans-Peter Schlaudt ist lizenzierter Coach.